Kontrast regeln mit Silkypix

15 Jan Kontrast regeln mit Silkypix

Bereits bei der Regelung des Kontrasts verlässt der Fotograf den Bereich des Naturabbilds und betritt den spannenden Bereich der kreativen Interpretation. Kontrastregelung macht flaue Motive knackig und harte Motive duftig. SILKYPIX bietet uns schon im Standardprozess vier Regelmöglichkeiten für das, was im fertigen Bild als Bildhärte gesehen wird.

Wesentlichen Einfluss auf diese Härte oder Duftigkeit haben die Parameter Kontrast, Gamma und Schwarzanteil. Zusätzlich kann auch noch direkt die Ein-/Ausgabe-Kurve der Helligkeitswerte, die Tonwert- oder Gradationskurve, geändert (verbogen) werden, um auf die subjektiv empfundene Bildhärte Einfluss zu nehmen.

Besonderes Interesse verdient dabei die Einstellung Kontrast-Mitte.

Da Kontrast bzw. Kontrastverstärkung nichts anderes ist als die Anhebung heller und die Absenkung dunkler Bereiche, ist es nur sinnvoll, über Kontrast-Mitte auch eben diesen Grenzwert zwischen hell und dunkel zu definieren.

Bei dunklen Motiven ist es also hilfreich, die Kontrast-Mitte niedriger anzusetzen, bei hellen höher.

Gammakorrektur wird benötigt, um das subjektive Helligkeitsempfinden des Auges, das nicht über sämtliche Helligkeitswerte hinweg gleich ist, an die Helligkeitsinformationen, wie sie der Sensor liefert, anzupassen. Höhere Gammawerte spreizen diesen Bereich und lassen das Bild weicher, aber auch flauer erscheinen, niedrigere Werte komprimieren den Bereich – das Bild wird härter.

Die präzise Justierung des Kontrasts kann auch mithilfe einer editierbaren Gradationskurve erfolgen, die über das Symbol am unteren Rand des Haupteinstellbereichs zugänglich ist. Über die Gradationskurve kann der Kontrastverlauf sehr fein und auch getrennt nach Farben eingestellt werden.